Zur Geschichte der Stuttgarter Stiftungen

Dank freundlicher Unterstützung von:
Dr. Kuno Drollinger
ehemaliger stellvertretender Leiter des Stuttgarter Stadtarchivs

Zahlreiche Aufgaben namentlich im Bereich des Sozial- und Gesundheitswesens sowie der Bildung, die heute wie selbstverständlich
von der öffentlichen Hand, dem Staat und den Gemeinden, wahrgenommen werden, wurden früher, bevor es den Sozialstaat moderner Prägung gab, von den Kirchen, kirchlichen Einrichtungen und sogenannten wohltätigen Anstalten erfüllt. Die bedeutende Rolle, die Stiftungen noch am Vorabend des Ersten Weltkrieges spielten, wird dadurch ersichtlich, dass das Stuttgarter Stadtschultheißenamt 1913 ein umfangreiches Buch mit dem Titel „Stiftungen aus den Jahren 1350 bis 1911“ herausgab. Hier werden auf fast 300 Seiten nicht weniger als 844 Stiftungen aufgeführt, deren Erträge Stuttgarter Bürgern zugute kamen. Im einzelnen werden der Stifter, das Stiftungskapital, der Stiftungszweck und die Instanz, welche die Stiftung zu verwalten und zu betreuen hatte, genannt.

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